Kritzel-Ei 22

Juni 28, 2008


Und noch zwei…

Juni 27, 2008

EM-Sprüche auf die Schnelle, bevor´s vorbei ist:

„Sonnenuntergänge sind am Strand häufiger als im Sommer.“ (Türkei – Deutschland)
„Mein Vater ist Friseur, ich kenne alle Thronfolger.“ (Russland – Spanien)


Zweite Halbzeit Zwitscherstube…

Juni 27, 2008

Emden ist eine Reise wert, man fragt sich allerdings unweigerlich am Abend des ersten Tages, was man am zweiten Tag machen soll. Egal, wir sind ja nicht nach Emden gefahren, um Sightseeing zu betreiben, sondern um zu besprechen, wie es mit unserem Vorlesen weitergehen soll. Statt Sightseeing haben wir außerdem abends Publicviewing Rudelgucken Freiluftleinwandglotzen betrieben. Die Emphatie EM-Partie Türkei – Kroatien erst im Stadtgarten draußen, und ich habe dabei gelernt, dass zumindest die Emder Türken immer, immer, immer die Tagesschau sehen müssen. „Ist bei uns zuhause Pflichtprogramm.“ verriet mir einer und schob anerkennend und ungefragt den Grund dafür nach: „Tagesschau kommt immer pünktlich um acht, kannse die Uhr nach stellen, immer pünktlich, immer, immer, um acht, nie zu früh, nie zu spät, ist Pflichtprogramm.“ So deutlich hatte mir das bisher noch keiner ins Poesiealbum geschrieben. Als es heftig zu regnen begann, sind wir nach verregneter erster Halbzeit dann in die „Zwitscherstube“ umgezogen, Stefans neuem Lieblingsladen in Emden. Obwohl der Name nicht darauf hindeutet, ist die Zwitscherstube fest in türkischer Hand und rühmt sich selbst als Emdens erste Raucherkneipe.

Für die Sonntagspartie Holland – Russland kauften wir uns in der sportbegeisterten Emder Innenstadt jeder ein oranges Trikot und fuhren dergestalt bekleidet ins niederländische Groningen. Dort mischten wir uns incognito und schweigend unter die Oranje-Fans, die sich nichts ahnend und siegesgewiss zahlreich in der Altstadt versammelt hatten. Der Ausgang ist bekannt, ich sag mal analog zu einer dortigen Frittierspezialtät: Bitterballen!

Achja, gearbeitet haben wir auch, aber davon später mehr…


Kritzel-Ei 21

Juni 22, 2008


Alles richtig gemacht…

Juni 19, 2008

Es ist eine gute Tradition, mindestens ein EM/WM-Spiel in der Stille der eigenen vier Wände zu schauen. Bei Flaschenbier und Salzstangen, in Jogginghose und Badeschläppchen. Als Kontrastprogramm zum Außerhausgucken sozuschreiben. Während draußen Jungs und Mädchen mit Deutschlandfahnen und Deutschlandtrikots und Deutschlandirokesentoupets und Deutschlanddreifarbschminke kreischen und kieksen und fiebern und während Mann sich in den Kneipen den Rumpelfußball schöntrinkt. Heute dachte ich also laut bei mir: „Schau dir mal in der Stille das Spiel an, es könnte ja das letzte sein. Außerdem sitzt der Löw ja auch alleine, weil der Schweinsteiger wieder spielt und man sich von Bierhoff und Merkel am besten fernhält.“ Ja, so dachte ich laut und so tat ich es auch. Fazit: Alles richtig gemacht. Stefan macht das eigentlich bei KO-Spielen immer und hat da mehr Erfahrung und auch mehr Rituale. Traditionell liegt das 54er Trikot im Trockner, die zerfetzte Tüte Gummibärchen auf dem Boden und portugiesische Vodoopüppchen (weiß der Teufel, wo der sowas immer herbekommt) werden gequält. Jetzt müssen wir für das Halbfinale nur noch die Speisekarte im Congo auf Kroatien/Türkei umschreiben.

Derweil weiß Malte noch einen schönen EM-Satz beizupflichten, den er vernahm, als sich Kinder gegenseitig zum Fußballspielen aufforderten: „Komm, wir spielen Türken gegen die Ausländer!“


Inspiration

Juni 19, 2008
So, jetzt isses gebongt. Wir hatten uns ja vorgenommen, in der großen Sommerpause ein Wochenende zusammen woanders zu verbringen, um auszubaldowern, wie es mit dem Congolesen, mit uns, mit der EM und der Welt weitergehen soll. Ursprünglich hatten wir vor, nach Amsterdam zu fahren, aber nun wird´s aus mehreren Gründen Emre EMden.

Freitag geht´s los!


In Stein zu meißeln…

Juni 18, 2008

Ich erspare den Sprechern die Nennung, deshalb hier die Liste der bisher besten EM-Sätze ohne Klarnamen:

„Ich kann leider nur die Rückrunde gucken, Termine, Termine.“

„Welche sind unsere nochma´?“

„Das Spiel kann man nicht tippen, nur raten.“

„Die Rumänen sind halt keine Kroaten.“

„Ich kann leider nicht klöppeln.“