Kleine Eheschließung

November 16, 2009

Ab heute besitze ich auch urkundlich das Recht, mich zu sorgen, wieso tut hier nichts zur Sache. Bin also quasi Dangerseeker Gefahrensucher. Alles was mir Sorgen bereiten könnte, wird gnadenlos rausgeschmissen. Den Anfang macht heute die Mikrowelle…

Liebe Kinder, bitte nicht wörtlich nehmen (dear kids, don´t take this literally)

Advertisements

Divergenz der Selbstenergie

Oktober 14, 2009

Zurzeit male ich viel. Große Formate. Allerdings einfarbig. Dafür sind´s ganze Wände. Außerdem reiße ich Tapeten ab, haue und stopfe Löcher, kloppe Böden raus, packe Umzugskartons. Umzugswahnsinn halt. Deshalb schreibe ich im Moment auch wenig Blog-Einträge, weil die ganze Zeit für die Renovierung draufgeht. Ist aber auch´n Stress. Manchmal verliere ich mich aber auch gerade beim Packen von Umzugskartons. Gerade habe ich einen alten Kasten mit Kassetten (archaische Tonträger, die im Ende des letzten Jahrtausend verbreitet waren) gefunden: Unmengen von John-Peel-Mitschnitten, scheint, als hätte ich meine Pubertät überwiegend vor dem Radio verbracht. Morgen nehme ich mir einen Tag frei von der Plackerei und höre mir alle Kassetten in Ruhe an, schließlich ist der zweite Donnerstag im Oktober internationaler John-Peel-Tag, also quasi Feiertag.


In vier Monaten ist Weihnachten!

August 24, 2009

Und auch dazu noch ein Aktenschränkleinfundstück.


Familiendramen…

August 19, 2009

sind vorprogrammiert, zumindest solange Buchclubs werben.


Universalienproblem Brot

August 17, 2009

Brot geht ja eigentlich immer. Auch in Krisenzeiten. Gibt aber auch Brot für bestimmte Anlässe. Nischenbrot sozusagen. Dazu ein Fundstück aus meinem Aktenschränklein:


Photoshop von annotuck

August 15, 2009

Das zweite Fundstück aus meinem Aktenschränklein. Es gab eine Zeit (genauer geschrieben: die gute alte analoge Zeit, als digitale Bildbearbeitung noch nach Science Fiction klang), da habe ich Flohmarktstände nach alten Rahmen abgesucht. Manchmal waren da irgendwelche Fotos drinne, die mir meistens egal waren. Ich wollte ja nur was halbantikes, um Cartoons für eine Ausstellung reinzufriemeln. Meistens habe ich die Fotos weggeschmissen. Aber als ich das unten stehende Foto (samt Rahmen) erstanden hatte, dachte ich: „Nö, das werfe ich nicht weg, das hänge ich mir schön an die Wand und erzähle jedem, das ist mein Großonkel Addi, der ist sogar mit Hut schlafen gegangen!“ Gesagt, getan. Ich weiß, es nicht schön, die Unwahrheit zu erzählen, aber meine Besuche hatten so sogar noch mehr Spaß an dem Foto als ich (klar, ich wusste ja, dass das auf dem Foto gar nicht Großonkel Addi ist).

So weit, so gut. Etwa ein Jahr später wandelte ich mit meiner Freundin über einen Flohmarkt, als sie plötzlich laut aufschrie: „Sieh mal, ist das nicht dein Onkel Addi?“ Sie wies auf ein Foto und zu meiner Verwunderung erblickte ich Onkel Addi darauf. Tatsächlich! Noch dazu in seiner typischen Lesehaltung. Und diesmal war sogar Großtante Hedwig mit auf dem Foto, wie ich meiner Begleitung schnell erklärte, bevor sie irgendwelche dumme Fragen stellen konnte, der Verkäufer guckte auch schon so komisch. Aber was für ein Zufall! Natürlich habe ich den Rahmen samt Foto gekauft! Hedwig und Addi, auffem Flohmarkt, glaubt mir doch kein Mensch!

Anmerk. der Red.: Beide Fotos liegen übrigens wirklich im Original vor:


Fundstücke

August 13, 2009

Seit Dienstag räume ich mein „Büro“ auf. So schlecht ist der Sommer, dass ich mir so eine Beschäftigung für Augustabende aussuche! Der Grund für meinen Aufräumanfall spielt hier keine Rolle, es ist jedenfalls nicht das Buch simplify your bureau, nur um irgendwelchen Gerüchten vorzubeugen. Jedenfalls: In der untersten Schublade meines Aktenschränkleins, dass ich seit Jahren (eigentlich seitdem ich hier eingezogen bin) nicht mehr geöffnet habe, habe ich heute Teile meiner Vergangenheit zu Tage gefördert, die ich schon längst verdrängt vergessen hatte. Und deshalb gibt´s ab jetzt die Reihe „Western von Gestern“ mit Originalquellen aus meinen Sturm-und-Drang-Tagen. Den Anfang macht ein einseitiger Briefwechsel mit meiner ehemaligen Vermieterin. Sie pflegte eine halbwegs gelungene Kommunikation mit mir, indem sie kleine Zettel mit Ermahnungen bekritzelte und diese frühmorgens an meine Wohnungstüre klebte.

Man merkt gleich, der Ton wird zunehmend schärfer. Erst die ganze Zeit nicht putzen und dann vergessen, die Miete zu überweisen… Was soll ich schreiben, wir haben einfach nicht zusammen gepasst.