Breaking News

März 31, 2008

Peter hat per SMS abgesagt. Ich pack besser noch´n Fremdtext ein.


Achtung Schleichwerbung!

März 31, 2008

Heute ist Congolesen. Muss ich mir aufschreiben, nicht, dass ich´s noch vergesse.
Meine Texte stehen, wie man so sagt, im Showbiz. Hätte ich gar nicht gedacht, als ich Sonntagmorgen noch reichlich bedusselt aufgestanden bin, dass ich die bis abends fertig kriege. Nach der Party am Samstag (sehr nett, Andreas, danke!) fühlte ich mich Sonntagmorgen doch leicht gerädert. Was natürlich kein Wunder ist, schließlich gab´s den ganzen Abend vorher Trassengold zu trinken. Von dem Bierpreis geht 1€ diesmal nicht an den Regenwald sondern fließt in die Nordbahntrasse. Huch, jetzt ist es doch passiert! Und gerade prophezeite mir Chico noch, dass ich demnächst bestümmpt Werbung in den Blog einbauen würde. Er hat von fliegenden Bannern und Schleichwerbung geredet und hat ständig mit dem Zeigefinger gedroht, dieses Schicksal würde überhaupt allen Webblogs blühen. Ich hab aber die ganze Zeit nur Liegende Anna und Scheichwerbung verstanden, was zur Hälfte an beginnender seniler Hörschwäche meinerseits liegt und zur anderen Hälfte bestümmpt eine Nebenwirkung des Schwelmer Lagerbiers ist. Dafür könnten die jetzt eigentlich einen Abschnitt der Nordbahntrasse nach mir benennen. Sonntag habe ich dann nichts anderes gemacht als schreiben. Mal abgesehen vom Uhren umstellen. Einen Text runtergeschrieben. Uhr umgestellt. Noch einen Text geschrieben. Noch´ne Uhr umgestellt. Noch einen Text geschrieben. Noch´ne Uhr umgestellt. Letzten Text geschrieben. Letzte Uhr umgestellt. Hat genau gepasst. Hätte aber auch kein Text mehr sein dürfen. Oder Uhr.

Bis gleich!


Kritzel-Ei 9

März 30, 2008


Das Leben auf den zweiten oder dritten Blick

März 29, 2008

Eigentlich ist an dem nächsten Montag nichts besonders. Auf den ersten Blick. Wir lesen Texte vor, wie sonst auch. Auf den zweiten Blick ist doch mehr dran, aber der Reihe nach.

Wie bereits erwähnt, haben wir einen neuen Gastleser, Michael Kenda, auf den ich mich schon sehr freue. Michael war im August 2007 Teil unserer Urlaubsvertretung, zusammen mit Peter Grabowski und Stefan Neumann. Von diesem Termin erzählt man sich ja noch heute, es sei auch gesungen worden.

Neu ist auch: Es wird ein Gewinnspiel geben, das in direkter Verbindung zum persönlichen Getränkekonsum und der anstehenden Fußball-EM steht. Nein, noch nichts mit PaniniBildchen!

Aber noch etwas ist besonders, zumindest für mich, auf den zweiten Blick. Mit dem Märztermin geht das erste Congolesenjahr zuende. Ein persönlicher Jahreswechsel sozusagen und wie zur Silvesterzeit erfüllt mich das mit einer gewissen Portion Melancholie. Letztens fragte mich jemand beim Kaffee im Congo mit Blick auf unser Plakat: „Und, wie schmeckt denn so das Leben als Comedian?“ Darauf hätten die vielen Seelen -ach- in meiner Brust vielstimmig antworten können.

Seele 1: „Besser als der Kaffee im Katzenklo, schlechter als ein kühles Bulmers im Domhan.“

Seele 2: „Ich mag den Begriff Comedian nicht und möchte niemals nicht so bezeichnet werden. Rede mich fortan mit Großmogul oder Riesenromms an, Scherge!“

Seele 3: „Wovon redet der? Redet der mit mir? Mami!“

Seele 4: „Ich habe kein Wort verstanden.“

Seele 5: „Zahlen, bitte.“

Die anderen Seelen erspare ich Euch. Man muss wissen: Wir haben das Lesen aus einer Bierlaune heraus angefangen, ohne Ziel und Konzept, ohne Werbung, Anspruch, Webblog und Welteroberungsphantasien. Das hat am Anfang gut geklappt. Vor leeren Rängen im Caféhaus hat´s angefangen, aber schon direkt mit Mikrofon, quasi mit Naturecho. Texte auszusuchen war zunächst einfach, ein bisschen Gernhardt, eine Handvoll van Dannen, eine Prise Egner. Aber schon beim dritten Termin hatten wir neben dem Publikum auch keinen Lesestoff mehr. Wir hätten jetzt gezielt nach vorlesetauglichen Texten suchen müssen, was uns irgendwie zu stressig war, bis Malte den schönen Satz sprach: „Dann schreiben wir eben selbst welche, das ist doch schnell gemacht.“ Gesagt, geschrieben. Die erste Lesung im Congo (April 2007) wurde hauptsächlich mit eigenen Texten bestritten. Es gefiel uns und auch dem nun erstaunlicherweise anwesenden Publikum. Achim, der Congowirt, war es, der vorschlug, daraus eine Reihe zu machen. Und so geschah es. Ziel und Konzept hatten wir immer noch nicht. Nur eigene Texte sollten es sein, der letzte Montag im Monat sollte es sein und eben lustig.

So geht das nun eben seit einem Jahr. Um mit Monty Python zu sprechen: „Wir haben uns einen gewissen Ruf als Tischredner erworben„. Mittlerweile ist das Congo an unserem Montagstermin sehr gut besucht. Eine schöne Geschichte. Was aber auch passiert ist: Jeder schreibt seine Texte im stillen Kämmerlein. Was der jeweils andere liest, kriegt man wie das Publikum auch erst ab 21.00 Uhr zu hören. Wir treffen uns mittlerweile nur noch an diesem Montag, der zu einem Pflichttermin geworden ist, zu dem man sich hinschleppt. Komisch, wenn man dann mal da ist, ist´s völlig ok und angenehm. Die zwischenzeitliche Idee, Texte zusammen zu schreiben oder gar zu proben, scheitert an Lethargie der Beteiligten und an Terminnot, Broterwerb lässt grüßen. Hier nur zur Erinnerung, falls jemand was anderes denkt: Das Vorlesen und auch das Schreiben sind pures Hobby und Lust am Spaß. Wir nehmen (und kriegen oder andersrum) kein Geld. Vorbereitung und Lesetermine sind Freizeit. Ja, wir sind wir Feierabenddilettanten, nicht mehr (da ist der Begriff Comedian Gott sei Dank Lichtjahre entfernt). Außerdem gibt es zunehmend mehr Hinschmeißphantasien, weshalb uns eine längere (Sommer-) Pause gut tun sollte. Auf der anderen Seite: Ohne Pflicht treffen wir uns wahrscheinlich gar nicht mehr, Lethargie, Arbeit und Familie nehmen einen ja komplett in Beschlag. Huch, ein Teufelskreis.

Aber egal, jetzt machen wir erstmal das Jahr voll, der Rest findet sich im Leben von Comedians dann schon irgendwie.


Kritzel-Ei 8

März 26, 2008

Auf Anregung aus der Domhan-Fußballsitzung vom Ostersonntag und dann auch noch voll in digital!


Leise rieselt der Schnee…

März 24, 2008

Zu Ostern weiße Weihnachten. Der Frühling, obwohl meterounlogisch und kalendarisch längst da, ist weit weg. Irgendwas habe ich beim Thema Klimawandel wohl grundsätzlich nicht verstanden. Wie soll man denn da in die richtige Stimmung kommen, um Texte zum Thema Frühling zu schreiben? So kann ich nicht arbeiten! Naja, ist ja noch eine Woche Zeit. Ein Treffen haben wir nicht hingekriegt, deshalb weiß ich auch nicht, wie weit die anderen mit ihren Texten sind. Stefan hatte zumindest ein paar Ideen, hat die aber, wenn ich ihn richtig verstanden habe, nicht aufgeschrieben und folgerichtig auch wieder vergessen. Malte schreibt ja immer erst ein paar Stunden vor der Lesung.

Eine Vorankündigung in der lokalen Postille wird es wohl nicht geben, da es zwar eine Anfrage gab, was denn wohl passieren wird, allein, die Anfrage ging an Stefan und der hat sie in seiner unnachahmlichen Art unbeantwortet gelassen. Wer braucht schon Werbung?

Aber trotz allem sei ein kleines bisschen verraten: Am Montagabend wird es was zu gewinnen geben! Mehr dazu bald!


Nochmal Gastleser

März 18, 2008

Aus aktuellem Anlass: Es geschieht hie und da, dass sich ein Gastleser meldet. Meistens bei iSi, weil Stefan nicht ans Telefon geht und Malte nicht zu erreichen ist oder umgekehrt. Meistens läuft das so ab:
Es klingelt (unbekannter Teilnehmer=UT).

iSi: „Hallo.“

UT: „Ja, hallo!“

iSi: „Wer spricht?“

UT: „Du machst doch Congolesen?“

iSi: „Ja, wer ist denn da?“

UT: „Ich schreib´ halt so Sachen und wollte die auch mal vorlesen, da wollt´ ich jetzt mal nachhaken.“

iSi: „Mmh, und wie heißt du?“

UT: „Wenn ich lese, nenne ich mich Walter Wort (Name von der Redaktion geändert, entspricht aber in etwa der Realität), so als Wortspiel, verstehst du?“

iSi: „Mmh, verstehe.“

UT: „Und?“

iSi: „Äh, was?“

UT: „Kann ich mal lesen?“

iSi: „Warst du denn schonmal bei einem unserer Lesetermine?“

UT: „Äh, nee, ich wollte immer schonmal vorbeigekommen sein, aber immer kam was dazwischen.“

iSi: „Und was liest du so?“

UT: „Ich mach Performance-Lyrik, Aktionspoesie, für Auge und Ohr. Ich spreche beim Publikum mehrere Sinne an. Ich brauch nur ´n Stuhl und ´n Besen.“

iSi: „Da kann ich mir nicht direkt was drunter vorstellen. Warum kommst du nicht einfach beim nächsten Termin vorbei, hörst und siehst dir an, was wir machen und nachher sprichst du uns an und dann sehen wir weiter.“

UT (leicht enttäuscht): „Ja, ok, soll ich den Besen besser mal mitbringen?“

iSi: „Ja, mach mal.“

Seltsamerweise bleibt es dann nur bei diesem Gespräch. Melden tut sich dann keiner am Leseabend. Warum? Doch nicht geschafft, vorbei zu kommen (Kein Gast hatte einen Besen dabei)? Angst? Andere Pläne? Haben wir ihn/sie verschreckt?

Liebe Gastleseranrufer, bitte erklärt euch!