Nach der Lesung ist vor der Lesung…

April 21, 2008

Schön wars gestern im Domhan. Vorne saßen viele, die uns wohl zum ersten Mal zuhörten, hinten an der Theke saßen auch uns bekannte Domhangänger (oder Domhanisti?). Schön war auch, dass Chico ein besonderes Foto von Malte geschossen hat, um später einen Dauer-Winke-Aufsteller von Malte zu zimmern, den wir immer aufstellen können, wenn Malte nicht zu den Terminen kommt. Dazu verteilte Chico zwecks weiterer Fotoaufnahmen seine Funkblitzer (unten schwarz, oben weiße Plastikblende) überall und da ich meine Brille nicht trug, dachte ich, kurzsichtig wie ich nun mal bin, er hätte an verschiedenen Ecken jeweils ein Guinness hingestellt. Das war natürlich ein doppelter Fehler, zum einen weil es Blitzgeräte und gar keine Biere waren und zum zweiten gibt es gar kein Guinness im Domhan. Dafür haben viele Gäste Spuren hinterlassen, die fürs Domhan unüblich sind. Originalzitat: „So viel Lippenstift war noch nie an den Gläsern hier.“

Am nächsten Montag geht´s schon weiter. Dann wieder im Café du Congo. Motto: Außer Tresen nix gewesen. Ach ja, ich muss noch Texte schreiben…

Advertisements

Ölbergpredigt reloaded

April 20, 2008

Heute Abend (20.30 Uhr) ist die zweite Ölbergpredigt. Muss ich wie immer eintragen, damit ich´s nicht vergesse. Vorher kann ich noch in Ruhe die Texte ausdrucken, muss ja nicht immer alles auf den letzten Drücker gemacht werden. Vielleicht sollte ich noch etwas spazieren gehen, Sport treiben, Hausputz, meinen Roman fertigstellen, einen Baum pflanzen, eine rauchen. Ist schon seltsam, wenn die Texte und die Setliste längst fertig sind. Dann ist man einen Tag vor der Lesung schon so entspannt, dass man beim Pokalfinale sanft wegschlummert und einfach mal eine Party verpennt. Deshalb war ich heute schon ganz früh wach und sogar ausgeschlafen. Man hat ja so viel Zeit, wenn man gut vorbereitet ist. Ich bin sogar so entspannt, dass ich mir jetzt vorstellen könnte, ein Mittagsschläfchen einzulegen. Ich glaub´, das mach´ ich auch. Ich hab ja noch 4,5 Stunden bis zum Aufbau.

Bis gleich!


Ballsacks Lederkoffer und das chinesische Schneiderlein

April 19, 2008

Gestern haben wir uns zwecks Besprechung der Ölbergpredigt am Sonntagabend im Domhan getroffen. Die Setliste für die Ölbergpredigt war schnell gemacht, wie wir so gerne sagen. Danach gings eigentlich mehr um eine Art Urlaubsplanung, aus zwei Gründen: Zum einen haben wir beschlossen, uns für die Planung eines wahrscheinlich abendfüllenden Films zwei Tage während der EM in Amsterdam zusammenzusetzen. Das mag jetzt vielleicht dem Einen oder der Anderen komisch erscheinen. Und in der Tat: Wer fährt schon nach Holland, um sich das Viertelfinale anzusehen? Zum anderen werden wir ja am NRW-Tag den bergischen Triathlon bestreiten, der übrigens trotz gegenteiliger Meinung nicht aus Schmoken, Mosern, Saufen besteht. Malte als Starter übernimmt das 700-Meter-Schwimmen, muss aber vorher die Wende noch üben, ich gebe über 23 Kilometer den bergischen Didi Thurau auf dem Drahtesel und Stefan läuft.

Der zeitlich wesentlich umfangreichere Teil der gestrigen Sitzung wurde allerdings der Deutschklausurvorbereitung von Stefans Erstgeborenem gewidmet. Nach allen Regeln der Kunst haben wir dem Jungen mal gezeigt, wie man sich auf eine Deutschklausur vorbereitet ohne das Buch (Balzac und die chinesische Schneiderin) gelesen zu haben. Ich kann hier nicht zuviel verraten, schließlich muss der Knabe die Klausur noch schreiben und vielleicht verirrt sich seine Lehrkörperin ja im Internet und findet diesen Webblog. Aber soviel sei verraten: das Wort Epiphanie spielt eine zentrale Rolle, dann ein atmender Koffer und Chico sowieso (also der frühe Chico, der Anfang der Neunziger immer „Kofferhoffer“ geguckt hat). Das Buch selbst wird nur am Rande erwähnt.

Später im Domhan gab´s dann ein Gläschen Hausmarke (ohne Seetang) und die Androhung, dass wir am Sonntag auch was singen.

Bis morgen!