Dicke Hose…

August 23, 2008

War doch eigentlich ein schöner Abend gestern, unterm Congosegel. So langsam gewöhne ich mich auch an das Protestkölsch (seit Rauchverbot herrscht, trinke ich nur noch Kölsch, so!). Themen: Der Ellermann-Prozess um die aufklapp- und abwaschbare Frischfikadelle, das singende Navi, die Seeling-Problematik und nicht zuletzt der bergische Cross Triathlon, an dem wir drei teilnehmen. Wen interessiert denn noch Peking? Wie wird Malte seine 700 (in Worten: Siebenhundert!) Meter Schwimstrecke taktisch angehen anlegen? Wird er nicht atmen? Macht er toter Mann und hofft auf die Ausgleichsströmung? Werden die Kampfrichter jene 200 Meter, die er früher irgendwann geschwommen ist, anrechnen, so dass er nur noch 500 schwimmen muss?

Schön war auch die Unterbrechung durch einen jungen Mann, O-Ton:

„Darf ich Euch mal eine Frage stellen?“

„Ja, eine ist ok.“

„Was haben wir denn für einen Tag?“

„Freitag.“

„Oh, da bin ich aber froh, ich komm nämlich gerade aus Hamburg und bin Germanistikstudent.“

Da war natürlich die Verwirrung, warum ein gepflegter und nüchtern wirkender Jüngling nicht weiß, was für ein Tag ist, aufgeklärt, Jetlag und Grundstudium, da kann man schonmal mit den Tagen durcheinander geraten. Wochentage stehen ja bekanntlich erst im Hauptstudium im Curriculum im Lehrplan und der anstehende NRW-Tag zum Beispiel dauert sowieso 72 Stunden. Da empfindet ein sensibler, weitgereister angehender Akademiker natürlich plötzlich eine ähnlich schlimme Datumskonfusion wie sie die Menschheit zuletzt vielleicht nur in der Zeit der Inter gravissimas durchleben musste.

Dass Stefan und ich dann noch ins Katzenklo gedackelt gewankt gegangen sind, war allerdings eine Schnapsidee. Ich war, geschätzt, vor sieben (7) Jahren zum letzten Mal dort, wenn man diverse Luisenfest-Pinkelbesuche nicht mitzählt. In meinem Leben bin ich, geschätzt, vier mal aus einer Kneipe geflogen. Und jedes Mal aussem Katzengold. Irgendwie heizt dieser Laden meine dunkle Seite an, statt dem netten iSi Jekyll tritt iSi Hyde durch die Tür. Oder jahrelange Erfahrung als misanthropischer Blockwart ist Einstellungsvoraussetzung bei den Tresenkräften, auch möglich. Muss ich mal googeln, dann gibt´s doch bestimmt ´n Forum von Betroffenen und Angehörigen. Oder ich mach eins auf, ha! Nun, heuer macht das Katzengold mit seinem Großraum-Raucherbereich auf ganz dicke Hose (Wortspiel für Insider des gestrigen Abends, haha). Sieht aber immer noch aus wie eine Bahnhofswartehalle, die es mit dem Flair eines aufgewärmten Schwartemagens locker aufnehmen kann, oder mein ich Panhas?

Nein, ich schreibe jetzt nicht, was noch passiert ist, ich erinnere mich auch an gar nichts mehr, ich schwör.

Tschüss, euer iSi Jekyll


Vom Eise befreit…

Juli 5, 2008

Wir (Stefan, Chico und ich) haben heute den freien Samstag und das gute Wetter für eine Exkursion genutzt. Ziel: Schloss Burg. Mit der Seilbahn und zu Fuß begaben wir uns dann zur Waldschänke „Wiesenkotten“, um die Logokrise (unser Blog berichtete) zu diskutieren. Fazit: Der Wiesenkotten hat den schlechtesten Eiskaffee der Welt, ach was, des Universums, im Angebot. Lauwarm, irgendwie muckefuckartig, sprühsahnig und ohne eine Spur von Eis. Das ist natürlich in keinster Weise rassistisch gemeint und nur eine von uns dreien einhellig unisono geäußerte Einzelmeinung! Muckefuck zum Beispiel kann auch schmecken, wenn man ihn trinken möchte, ja, selbst Sprühsahne kann hier und da Freude spenden. Nur eben nicht unangekündigt im Eiskaffee! Aber weil man um diesen Sachverhalt im Wiesenkotten wahrscheinlich auch weiß, gibt´s den Eiskaffee nur im Kombipack mit einem Schnäpschen. Da kann man eigentlich dann doch wieder nicht meckern! In Sachen Logo sind wir dann auch nicht sehr weit gekommen, bis auf einen Vorschlag:

Aber ähnlich wie der Wiesenkotter Eiskaffee kein Eiskaffee ist, ist das doch kein Logo! Und dann noch ohne Schnaps!


Tach Post! Rassismusvorwurf erhärtet…

Juli 5, 2008

Jetzt wird´s aber eng für unser Logo! Stefan wollte uns individuelle Plusbriefe spendieren, wie die Deutsche Post sie jetzt feilbietet, die sollten ungefähr so aussehen:

Auftrag abgeschickt und gefreut, aber nix da! Statt Plusbrief erreichte uns die folgende Mail:

Von: plusbrief@mailingfactory.de
Datum: 1. Juli 2008 09:34:46 MESZ
Betreff: Ablehnung Ihrer Bestellung im PLUSBRIEF INDIVIDUELL Shop

Sehr geehrter Herr Congolese,

vielen Dank für Ihre Bestellung im PLUSBRIEF INDIVIDUELL Shop!
Grundsätzlich bemühen wir uns, den Kundenwünschen zu entsprechen
oder ihnen weitestgehend entgegen zu kommen. Nicht nur bei
gesetzeswidrigen, moralisch und ethisch zu beanstandenen Motiven,
sondern auch schon beim Vorliegen missverständlicher und falsch
interpretierbarer Motive sehen wir uns dazu veranlasst, Aufträge
abzulehnen. Hierzu dürfen wir auch auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
der Deutsche Post Com GmbH verweisen, in denen wir uns vorbehalten,
Aufträge ohne nähere Angabe von Gründen abzulehnen.

Aufgrund des von Ihnen gewünschten Bildmotivs müssen wir Ihren Auftrag
leider ablehnen.
Ihre Bestellung werden wir daher nicht weiter bearbeiten.

Gerne können Sie online unter http://www.plusbrief-individuell.de eine weitere
Bestellung mit einem neuen Bildmotiv aufgeben.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr PLUSBRIEF INDIVIDUELL Service-Team
Deutsche Post Com GmbH, Bonn

Also doch rassistisch! Deshalb sieht unser Logo ab heute so aus:


Rassismus?

Juni 6, 2008

Zwischen Zeiträtsel, Tipprunden und diversen Bieren wurde unserem Logo gestern vorgeworfen, dass es rassistisch sei. Und das stimmt! Schließlich sind wir zu dritt, das Logo zeigt aber nur zwei Personen. So geht´s natürlich nicht! Dass uns das aber auch nicht vorher aufgefallen ist! Manchmal sieht man den Regenwald nicht vor lauter Ikeaschränken! Ich glaube, wir brauchen ein neues Logo. Also, wer eine Idee hat, bitte her damit!