Nachbarn? Geh mir weg damit!

Mai 30, 2008

Nur mal so zwischen der Schwüle durch: Was habe ich denn davon zu halten, dass die Nachbarn mit Migrationsvordergrund (Nein, auch wenn´s um Keller geht, meine Nachbarn sind keine Österreicher!) den Eingang zu MEINEM Keller mit Sperrmüll verbarrikadieren? Ist das irgendeine mir unbekannte Tradition (davon gibt´s ja nicht wenige)? Will/soll mir das was sagen? Und wenn, WAS? Soll ich den Krempel auf die Straße stellen? Den Klump abfackeln? Machen die grad Frühjahrsputz und haben nur vergessen, ihre Matratzen wieder hoch zu holen? Habe ich vergessen, Schutzgeld zu zahlen?

Also, ehrlich, so was ist doch keine Art! Hätten ja wenigstens fragen können:

*Klingeling*

(Geräusch einer öffnenden Tür)

„Ja?“

„Du brauche Keller?“

„Was?“

„Du brauche Keller, eh?“

„Nein, ich habe einen Keller, danke. Ich brauche keinen zweiten. Zwei Keller zu besitzen, wirkt so inflationär. Außerdem ärgert man sich doppelt, wenn die überflutet werden. Ein guter Freund von mir hatte mal zwei Keller, also eigentlich drei. Einen im Haus, wo er wohnte, zwei woanders. Aber der konnte auch nichts wegwerfen. Also hat er seine drei Keller bis oben hin vollgestopft. Das soll mir ein abschreckendes Beispiel sein.“

„Scheisse,was redest du da? Hast du was gegen Ausländer?“

„Nö, ich brauch nur keinen zweiten Keller.“

„Bist du blöd? Hör zu, ich muss Eingang von Keller vollstopfen. Nicht lang, verstehst du?“

„Wie lang denn?“

„Bin ich Kalender? Ihr deutsche wollt immer Termine, Termine, Termine. Mach dich locker.“

„Naja, kann sein. Aber müllen Sie doch erstmal den eigenen Kellereingang voll, wenn dann noch was Müll übrig ist, können Sie ja nochmal klingeln.“

„Nazi!“

Das Ergebnis wäre identisch gewesen, aber man will doch wenigstens gefragt werden!

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Panininews III

Mai 30, 2008

Es wird langsam ernst und voll in meinem Album und es purzeln die Favoriten nur so:

Definitiv nicht Europameister wird (Tätä!):

Deutschland!

Frankreich!

Russland!
Italien! (Hehe)
Türkei! (HA!)
Portugal! (war eh klar, oder?)

Die habe ich nämlich jetzt alle.

Liste wird fortgesetzt, versprochen.


Leibesernüchterungnachklapp…

Mai 28, 2008

Schön war´s! Unsere letzte Lesung vor der Sommerpause. Vielen Dank noch mal an Michael Kenda und Dirk Hägar Häger, die sich beide von Kopf (Sie strich mir die Haare aus der Stirn) bis Fuß (Man muss wissen, die Sohle ist das Genick eines Schuhs) auf das Thema eingestellt haben. Wir hatten alle großen Spaß.

Besonders gut angekommen sind auch die Malteaufsteller, die Chico eigens gebastelt hatte, damit unser lyrisches Ich doch irgendwie bei uns weilen konnte. Der erste Malteaufsteller ist ca. 50 cm groß und kann winken.

Der zweite Malteaufsteller ist lebensgroß und bringt seine und Chicos sportliche Seite zur Geltung.

Ob Chico mit den Aufstellern jetzt in Serie geht, ist noch nicht ganz entschieden. Erste Anfragen liegen schon vor.

So, jetzt isse also da. Unsere Sommerpause, bis September. Aber vielleicht lesen wir die Fußballtexte nochmal spontan während der EM. Und am NRW-Tag soll auch was passieren.

Ach ja, und dann war da noch Michaels (sammelt nicht!) Anmerkung, dass die Paninibildchen von heute nicht mehr so riechen wie früher, was wohl am Kleber liege. Ich hatte bisher immer gedacht, Schnüffler nehmen Plastiktüten, dass man mit Panini schnüffelt, ist damals an mir vorbei gegangen. Aber Stefan hatte mir ja unlängst ein altes Paninibildchen mit unserem fiesen Extrainer geschenkt, mit Unterschrift, aus den Siebzigern. Ein Bild, dass ich eigentlich nicht mehr anschauen wollte und erst recht nicht herzeigen wollte. Dieser Gesichtsausdruck! Als ob er damals beim Paninishooting wolfgangfrankundfrei dachte: „Heuer muss ich für diesen fiesen FC Nürnberg spielen, der 2008 als Rekordabsteiger in die Bundesligahistorie eingehen wird. Das wird übrigens auch das Jahr sein, in dem ich als total professionelles und stets über Strukturen und Arbeitsbedingungen grübelndes Traineraas den Wuppertaler Sportverein von der Tabellenspitze nach unten trainieren werde, aber was soll ich mir jetzt Gedanken machen über das, was in zwanzig Jahren sein wird, jetzt bin ich noch aktiver Fußballer. Was würden andere geben, für das, was ich erreicht habe. Mein Beruf ist ein Traumjob. Ich sollte mich glücklich schätzen und meine Zeit als Spieler genießen und lächeln.“ Aber da hatte der Paninifotograf leider schon längst geknipst. Wo war ich? Ach so, hier: Nach der Lesung, also viel später, nach mehreren Bieren, endlich zuhause, irgendwann um halb 4 in der Früh, habe ich mit geschlossenen Augen an Wolfgang Frank geschnüffelt, gut, dass meine Geliebte schon ganz tief schlief und mich nicht dabei gesehen hat. Und was soll ich sagen? Es stimmt! Auch heute noch versprüht das alte Klebebildchen einen ganz besonderen Pattexultraduft, mit dem die aktuellen nicht mithalten können. Früher war nicht alles besser, aber einiges halt doch.


Vor dem Spiel…

Mai 26, 2008

Gleich ist Congolesen. Und ich bin fertig mit meinen Texten. Diesmal hat es wieder ein Fremdtext in meine Auswahl geschafft, aber nicht weil mir nichts eingefallen ist oder ich zu faul war, sondern weil: der ist einfach zu schön! Könnte von mir sein, hehe. Vielleicht lese ich einfach alle Texte vor und lasse hinterher abstimmen, welcher wohl der Fremdtext war, so passt der zu mir! Vier sinds damit insgesamt. Ein fünfter ist so ernst geworden, den habe ich auf Elefantenhaut ausgedruckt, versiegelt und eingeschweißt und verfügt, dass der erst nach meinem Tode geöffnet und auf meiner Beerdigung vorgelesen werden soll. Oder vielleicht wird ja mal´n Buch draus. Ansonsten geht´s zweimal um Fußball (davon einmal um die Europameisterschaft), um einen todbringenden Heimtrainer und einen nächtlichen Anruf mit Gimmick. Einer der Texte enthält zudem einen bewußten logischen Fehler, mal sehen, ob wer was merkt. Und hoffentlich kommt auch der dritte Gastleser, ich sach nur das philosophische Nummerngirl. Aber ich will nicht zuviel verraten. Bis gleich!


Kritzel-Ei 17

Mai 25, 2008


Panininews II

Mai 24, 2008

Das Album wird voller und voller, deshalb:

Definitiv nicht Europameister wird (Tätä!):

Russland!
Italien! (Hehe)
Türkei! (HA!)
Portugal! (war eh klar, oder?)

Die habe ich nämlich jetzt alle.

Liste wird fortgesetzt, versprochen.

Ansonsten waren wir heute A-jugend (1919) gucken auf der „Eschenbeek-Arena“. Die Zukunft des deutschen Fußballs auf Asche! Der Kommentar von Stefans Erstgeborenem bei seiner Auswechslung (Spielstand 1:2 gegen 1919) sprach mir aus dem Herzen und spricht für ganz viel Fußballsachverstand: „Immer dieser defensive Scheiß!“ Übrigens wurde das Spiel dann noch gedreht und 3:2 gewonnen.

Und wenn Ihr gerade für den Grand Prix anruft: Alle Stimmen für Frankreich, Bosnien wird Zweiter! Spanien vielleicht Dritter oder Portugal.

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Epilog:
1. Spanien ist doch nicht Portugal geworden und auch nicht dritter.
2. Da Russland laut meinem Album als Erstes nicht Europameister werden wird, sind´se heute quasi zum Ausgleich Grand-Prix-Sieger geworden. Manchmal ist die Welt gerechter als ich denke.
3. Das Siegerlied hat Justin Timberlake produziert oder geschrieben oder so, so genau habe ich diesem Grand-Prix-Kommentator nicht zugehört. Was mich wiederum daran erinnert, dass Kai mir immer, wenn wir über Musik streiten, sagt, dass „das neue Album von Justin Timberlake wirklich gut ist.“ Wahrscheinlich hat er das dem Stromhäuschen-Oligarchen, also den Russen, auch immer erzählt…


Leibesernüchterung

Mai 20, 2008

Nächsten Montag steigt unsere letzte Lesung vor der großen Sommerpause (Juni, Juli, August). Gelesen wird im Café du Congo wie immer ab 21.00 Uhr. Malte wird nicht persönlich dabei sein, er weilt ja in den Flitterwochen. Hat einfach früher die Sommerpause angefangen! Dafür haben wir uns direkt zwei Gastleser eingeladen: Zum einen Michael Kenda, der ja schon bei der Frühlingslesung dabei war und zum anderen Dirk Michael Hägar Häger. Wie man dem Plakat entnehmen kann, geht es sportlich in die Sommerpause. Und wenn ich dann noch Paninibildchen brauche, machen wir auch eine Tauschbörse, bringt also Doppelte mit!