Fundstücke

Seit Dienstag räume ich mein „Büro“ auf. So schlecht ist der Sommer, dass ich mir so eine Beschäftigung für Augustabende aussuche! Der Grund für meinen Aufräumanfall spielt hier keine Rolle, es ist jedenfalls nicht das Buch simplify your bureau, nur um irgendwelchen Gerüchten vorzubeugen. Jedenfalls: In der untersten Schublade meines Aktenschränkleins, dass ich seit Jahren (eigentlich seitdem ich hier eingezogen bin) nicht mehr geöffnet habe, habe ich heute Teile meiner Vergangenheit zu Tage gefördert, die ich schon längst verdrängt vergessen hatte. Und deshalb gibt´s ab jetzt die Reihe „Western von Gestern“ mit Originalquellen aus meinen Sturm-und-Drang-Tagen. Den Anfang macht ein einseitiger Briefwechsel mit meiner ehemaligen Vermieterin. Sie pflegte eine halbwegs gelungene Kommunikation mit mir, indem sie kleine Zettel mit Ermahnungen bekritzelte und diese frühmorgens an meine Wohnungstüre klebte.

Man merkt gleich, der Ton wird zunehmend schärfer. Erst die ganze Zeit nicht putzen und dann vergessen, die Miete zu überweisen… Was soll ich schreiben, wir haben einfach nicht zusammen gepasst.

One Response to Fundstücke

  1. Michael Kenda sagt:

    Ich plädiere davor, das Wort „Gangwoche“ in irgendeiner Form zu prämieren.

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