bin dann mal weg

Oktober 28, 2009

Alles steckt in Kisten und Tüten, vorprogrammiertes Chaos, das sich Umzug nennt. Komme zu nix anderem mehr. Deshalb gibt´s den Nachklapp zur Lesung frühestens nach dem Wochenende…


Mach es zu deinem Projekt oder wenn Kühlschränke Pause machen…

Oktober 18, 2009

Das Bild gibt den Stand der Renovierungsarbeit im Großen und Ganzen gut wieder. Am wichtigsten ist nun mal die Versorgung mit gekühltem Bier während der anstrengenden Arbeit. Aber auch in Sachen Congolesen war ich in der zurückliegenden Woche nicht ganz untätig. Zum einen habe ich endlich den Termin für unsere Weihnachtslesung in der Buchhandlung Schöningh vereinbart (18. Dezember), zum anderen eine passende Location Örtlichkeit für das Dezember-Congolesen-Plakatfotoshooting „aufgetan“. Nur Texte für die Oktoberlesung habe ich noch keine geschrieben…


Calamitätengebrause oder Auszeitalarm sind noch keine Modewörter, aber bald…

Oktober 17, 2009

Gut, dass mit dem John-Peel-Tag ist schwieriger als ich dachte und damit meine ich nicht, dass ich mich kalendarisch leicht verrechnet habe und schlankerhand den dritten zum zweiten Donnerstag erklärt habe. Sowas kann in Relation gesetzt zum Erdzeitalter auch mir mal passieren, ist aber nicht weiter schlümm schlimm. Nein, schwieriger ist die Abspielsituation der alten Kassetten, die, sagen wir mal, die Zeit nicht ganz ohne Spuren überstanden haben, aber warum sollte es Tonbändern anders ergehen als mir selbst? Kurz, sie leiern und ächzen und krächzen und knarzen. Vielleicht habe ich damals sowas gar nicht gehört und sie haben schon immer so geklungen? Vielleicht hat die Zeit sich aber auch in Form von akutischen Adjuvanzien in die Bänder eingekerbt?

Heute ist auch ein besonderer Tag. Der internationale Tag zur Beseitigung der Armut. Hurra! Morgen ist dann alles Gold und vielleicht ein Tag ohne Nebengeräusche.


Huch

September 26, 2009

Merke gerade, dass ich hier ne Woche lang nichts reingeschrieben habe. Könnte ja jetzt sagen, ich war zu beschäftigt. Könnte ich.


Ostsee und Me(h)r

September 10, 2009

Jetzt hab ich es doch noch geschafft in Urlaub zu fahren. Mitten rein in die Ostsee. Schöne Grüße von dieser Stelle aus!

Wassertreten ist gut für die Durchblutung, die Nahrungsmittelversorgung in Form von anglophilem Fisch und Pommes gibt mir dagegen sorgt für den Rest:

Trotzdem, was anderes als Wassertreten und lecker Essen mach ich hier nicht, obwohl es ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten gibt. Man könnte bei schlechtem Wetter mal ins Sealife schlendern.

Aber wenn ich das Plakat genauer ansehe (und in dem Café, in dem ich gerade in der Sonne sitze, habe ich viel Zeit dazu), will ich dann doch nicht hingehen. Erstens scheint das Zielgruppenalter doch erheblich unter meinem Lebensalter zu liegen, zweitens kriecht der Horror in mir auf, wenn ich mir die Hand des Kindes anschaue, Kind und Hand gehören doch nie und nimmer zusammen.

Ansonsten ist aber alles gold! Bissi Tage!


1000 Gründe

August 24, 2009

„Sach ma, seid ihr eigentlich auch auffem Lesefest vertreten?“

Lesefest, wat denn für´n Lesefest?“

„Na, das hier.“

„Ach so, das. Nee, sin wir nich.“

„Ja, warum denn nich?“

„Uns hat keiner gefragt.“

„Aha.“

„Und wir haben uns nicht gekümmert.“

„Aha.“

„Und Jugendliche und Kinder sind so überhaupt nicht unsere Zielgruppe.“

„Aha.“

„Außerdem ist Stefan noch in Urlaub auf Lesereise.“

„Aha.“

„Und Malte fühlt sich nicht.“

„Aha.“

„Überhaupt, so Großveranstaltungen sind nicht unser Ding.“

„Aha.“

„Und dann ist ja sowieso noch Sommerpause bei uns.“

„Aha. Ja, dann weiß ich ja Bescheid… Tschüß.“

„Genau, Tschüß.“


Vor der Erfindung der Wechselwäsche

August 14, 2009

Ach ja, eigentlich halte ich mich mit tagespolitischen Äußerungen zurück, aber zur bevorstehenden Kommunalwahl muss ich doch kurz was loswerden. Das Plakat des CDU-Kandidaten für den Hombüchel macht mich an. So, jetzt isses raus. Das hat aber jetzt weniger mit der CDU zu tun. Es liegt vielmehr an der gelungenen Wahlwerbung, genauer gesagt an dem geilen tollen Wahlplakat. Der Kandidat zeigt sich in Aktion mit einem Telefonhörer. Die Message Botschaft ist klar unklar. Telefoniert er mit einem Wähler, der ein Anliegen vorbringt, mit einem Parteifreund, einem Lobbyisten oder schenkt er als musischer Mensch nur so gern dem Freizeichen  der Deutschen Telekom (ein Viertelton unter dem Kammerton) sein Ohr?

Trotzdem, das Bild hat mich ergriffen. Warum? Es erinnert mich an früher, an meine Kindertage oder wie Stefan es nennt, die Zeit vor der Erfindung der Wechselwäsche, eben als ein Foto noch etwas besonderes war. Meine Eltern brachten mich zu einem Fotostudio, in dem ein richtiger Fotograf professionelle Fotos machte. Mir wurde was Schickes angezogen, vor der Türe wurde schnell noch der Pony mit Spucke in Form gebracht, der Mundwinkel mit Erfrischungstüchern, die vom letzten Wiener-Wald-Besuch übrig geblieben waren, abgewischt. Im Fotostudio dann wurde ich mit Telefonhörer abgelichtet, später sogar noch mit einem großen Ball in beiden Händen. Eine Erinnerung fürs Leben.

So muss gute Werbung sein. Die ganz tief verwurzelten Gefühle ansprechen! Aber ob ich deshalb heuer CDU wählen werde?


Garantiert ohne…

August 7, 2009

Original

nopork

und Fälschung


Romantick

Juli 29, 2009

Seit einiger Zeit gehe ich ja schwanger mit der Idee einen Roman zu schreiben. Warum weiß ich auch nicht so genau. Ich nenne es meinen Romantick. Vielleicht hat es damit zu tun, dass einige meiner Freunde entweder schon einen Roman geschrieben haben oder es gerade tun oder beabsichtigen einen zu schreiben. Sowas färbt ab. Die ganzen anderen mir bekannten Leutchen, die nicht beabsichtigen einen Roman zu schreiben, färben eben nicht so ab. Vielleicht meldet sich so der konservative Teil meines Unterbewußtseins, jener Teil, der mich glauben lässt, dass man einen Roman geschrieben haben sollte im Leben, neben den anderen Dingen, die man getan haben sollte (Haus bauen, Kind zeugen, Apfelbäumchen pflanzen, Venedig sehen und sterben). Eigentlich bin ich im großen und ganzen auch schon fertig mit dem Buch. Im Wesentlichen dreht es sich um einen Mann in den besten Jahren, der nachmittags nach der Arbeit in einer mittleren deutschen Großstadt in einem netten Café noch einen Kaffee trinken möchte. Obwohl durchaus ein Überangebot an Lokalitäten herrscht, kann er sich aber nicht recht durchringen einzukehren. Aus dieser Alltagssituation entwickelt sich rasch ein emotional tiefschürfendes Charakterbild, das die hoffnungslose Suche des Menschens nach Identität in der Nach-Postmoderne schonungslos offenlegt. Aber ich will nicht zu viel verraten.  Ich muss auch noch ein wenig am ersten Satz feilen. Und am letzten. Und am Mittelteil sowieso. Und dann muss ich das alles auch noch aufschreiben. Der Titel ist auch Mist, taugt eigentlich noch nicht mal als Arbeitstitel. Hauptsächlich schreibe ich nachmittags daran, während ich in einem Café sitze. Und da ich mich im Moment nicht entscheiden kann, wo ich meinen Nachmittagskaffee trinke, komme ich in Sachen Schreiben sowieso keinen Schritt voran. Aber einen Agenten habe ich schon. Also fast. Ein Freund kennt einen, der hat ihm einen Agenten empfohlen. Und wenn er den kontaktiert, könnte er auch ein gutes Wort für mich einlegen. Wenn ich den Roman fertig hab.


Schwere Tage…

Juli 28, 2009

Natürlich gibt es schwerwiegendere Probleme als meine zur Zeit zurzeit. Finanzkrise, Atomkraft, Armut, Umweltverschmutzung, Internetzensur, Überbevölkerung, Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Ausbeutung, um nur einige zu nennen. Pfff! Aber es ist doch schon ein Kreuz mit meinem Wunsch nach einem Nachmittagskäffchen in einer mir genehmen Außengastronomie, um nicht zu schreiben es ist eine Malaise. Auf meinem alltäglichen Feierabendweg von Broterwerbsstelle zur Schlafstätte trabe schleppe ich mich an sage und schreibe acht Einkehrmöglichkeiten vorbei: Milias („sweet“), Café Grimm (voll), zwei Eiscafés (Glaswände), Bar Celona (geschäftiges Publikum), Scusi (Speisekarte duzt mich), Café Engel (jaja, gibt´s auch noch), Katzengold (Kaffee schmeckt nicht, außerdem laufe ich Gefahr auch draußen rausgeschmissen zu werden). Aber immer ist der Drang doch nicht einzukehren größer als der Kaffeewunsch. Bin ich zu wählerisch? Bin ich verflucht?