Hochzeit (Antrag, äh Nachtrag)

Juli 4, 2009

Auch meine zweite Idee das doch eher unromantische Geldgeschenk in halbwegs passender Form zu präsentieren, wurde leider gerade eben abgelehnt.

Ich: „Guck mal, das wäre doch eine nette Verpackung für das Geld, schöner als so ein nüchterner Umschlag.“

Sie: „Das ist eine Tütensuppenverpackung!“

Ich: „Ja, aber Hochzeitssuppe. Ich habe die Tüte über Dampf vorsichtig geöffnet, den Inhalt in einen Topf gekippt. Jetzt können wir das Geld hier reintun und wieder zukleben.“

Sie: „Nee, da steht vier Teller drauf. Wenn da zwei Teller drauf stehen würde, vielleicht, aber so nicht.“


Hochzeit

Juli 4, 2009

Heute feiert ein Gastleser seine Hochzeit, geheiratet wurde gestern (so lautete zumindest der Plan). Eigentlich habe ich zu der Heiraterei keine Meinung und sofern andere sich heiraten kanns mir ja auch egal sein. Aus steuerlichen Gründen heiraten finde ich gut oder weil man seinen Namen loswerden will. Ich weiß aber, dass der liebe Gastleser ein regelrechter Romantiker ist, also fallen beide Gründe aus. Soll mir aber auch recht sein, solange ich auf der anstehenden Feier nicht nur Luft und Liebe vorfinde. Ich hoffe doch stark auf Verköstigung und Getränkeangebot im üblichen Ramen. Dazu etwas Musik, Tanz und Spiel. Wobei die geladenen Gäste gebeten wurden, auf Spiele und Reden zu verzichten. Essen, Trinken und Tanzen, könnte also eine launige Feier werden. Gibt aber noch zwei Probleme:

1. Der Spruch, den ich auf die Karte, die wir ganz romantisch mit Geld verschenken, schreiben wollte, ist soeben am Frühstückstisch in Bausch und Bogen abgelehnt worden.

Sie: „Hast du schon was auf die Karte geschrieben?“

Ich: „Nö.“

Sie: „Haste denn schon was rausgesucht?“

Ich: „Ja.“

Sie: „Und was?“

Ich: „I really don’t see what is so romantic about proposing. One may be accepted – one usually is, I believe – and then the excitement is ended. The very essence of romance is uncertainty.“

Sie: „Das ist doch Englisch!“

Ich: „Yes, mam. Ist ja auch von Oscar Wilde.“

SIe: „Und was heißt das?“

Ich: „Am Ende heißt es: Das Wesen der Romantik ist die Ungewissheit.“

Sie: „Schreib lieber was Nettes.“

2. Der Dresscode (nichts weißes, nichts schwarzes, nicht schöner als die Braut…)

Sie: „Ich weiß nicht was ich anziehen soll.“

Ich: „Ich auch nicht.“

Sie: „Was soll das heißen, du weißt auch nicht was ich anziehen soll oder du weißt auch nicht was du anziehen sollst?“

Ich: „Beides.“