Wuppertal 24h

September 2, 2008

Unser nächster Termin findet im Rahmen von Wuppertal 24h statt, wie letztes Jahr in der Schöningbuchhandlung neben anderen „bekannten“ Wuppertalern, neben leckerem Wein und neben Leberkäse vom örtlichen Metzger. Wir lesen einmal um 18.30 Uhr und dann nochmal um 23.00 Uhr.

Wer sich die Mühe macht, den Kopf zu drehen, um die Namen der Beteiligten zu lesen, dem fällt vielleicht auf, dass hinter den Namen in Klammern eine Berufsbezeichnung zu finden ist. Für meine (Administrator) ist Malte verantwortlich.

Fürs nächste Mal hätte ich da einen Änderungswunsch. Beim Cross Triathlon, als Stefan und ich zur Vom-Schwimmen-zum-Fahrrad-Wechselzone spazierten, sprach mich (und nicht Stefan) eine Ordnerin mit dem Satz an:

„Sind Sie Athlet?“

„Ja!“ war meine prompte Antwort, die sie ohne Verwunderung akzeptierte als sei es das normalste der Welt. Also nächstes Jahr bitte Administrator durch Athlet ersetzen. Ungefähr so:


Noch schnell´n Abschiedsspiel

September 2, 2008

Oliver Kahn macht gerade sein Abschiedsspiel. Ich kenne sowas ja nur aus der Kneipe. „Ich glaub´, ich geh´ dann jetzt.“ „Ach komm, noch eine letzte Runde.“ Natürlich spielt man dann noch ´ne Runde Skat. Oliver Kahn verspricht aber, dass dies sein letztes Fußballspiel ist. Gut so! „Dran halten!“ rufe ich ihm zu. Und erinnere mich an die WM 2002. Da habe ich WM-Sammelbildchen in Öl gemacht. Das von Herrn Kahn zeige ich hier nochmal, bevor es dann morgen total unbrauchbar wird. Zur Erklärung und Erinnerung: Die WM-Sammelbildchen entstanden vor der WM 2002, als kaum jemand davon ausging, dass es die deutsche Mannschaft ins Finale schaffen würde, was sie aber tat, jedoch mit dem wenig begeisternden handelsüblichen Rumpelfußball. Es gab noch kein Public Viewing, Brasilien gewann das Finale durch Kahnfehler mit zwei zu Null, aber der Torwart wurde trotzdem Spieler des Turniers. Das Kahn-Sammelbildchen (und damit ich auch) hatte also etwas Prophetisches (Kahn im Finale) und irrte nur leicht im Ergebnis (0:1 statt 0:2).


Helden des Alltags

September 2, 2008

Ich gehöre ja zu den Jungs, die es geschafft haben, die gesamte Schulzeit hindurch keine einzige Urkunde in diversen Bundesjugendwettkämpfen zu „erringen“. Ich weiß jetzt gar nicht, gibt´s die noch jedes Jahr oder sind die abgeschafft worden? Egal, was mich betrifft: Zum einen brachte ich eine gewisse Leibesfülle in die Schule mit, die – gepaart mit Faulheit und Bewegungsabneigung – es mir erschwerte, selbst im unteren Segment sportliche Höchstleistungen abzuliefern. Zum anderen war zu meiner Schulzeit eine gewisse Verweigerungshaltung gegenüber solchen Ereignissen auch schon Pflicht (im Gegensatz zu heute war die Anti-Haltung nicht lustgesteuert, sondern fußte auf dem Boden einer skeptischen Geisteshaltung und war stets ideologisch durchdacht, was aber urkundentechnisch letztendlich aufs Gleiche rauskommt).

So zogen die Jahre ins Land. Heute leben wir in zeiten des Fitnesswahn und NRW-Tags. Und wie einige mitbekommen haben, war gestern der Cross-Triathlon. Um es kurz zu machen: Unsere Congolesen-Staffel hat sich hervorragend geschlagen: Letzter Platz. Ich kann zufrieden sein. Die Tradition meiner Bundesjugendwettkampfgeschichte ist also gewahrt worden, mit einem Unterschied: Wir haben eine Urkunde. Und die wird ausgedruckt und gerahmt, da kannste aber drauf wetten, Alter!

Interessant, dass der Leid-Chip Leit-Chip, der unsere Zeit messen sollte, nur Maltes Schwimmzeit und die Gesamtzeit festgehalten hat. Das wirft natürlich einen Schatten auf die Veranstaltung, ich überlege ernsthaft Protest einzulegen, zumal ich vier Staffelbiker noch überholt habe (einer hatte einen Platten) und die anderen waren sowieso noch mehr gedopt als wir mit unserem Eigen-Epo und Fremd-Urin. Und wenn dann noch die Technik gegen einen ist… Überhaupt 22. Platz, wieso ist das überhaupt der letzte Platz? Hallo? Startnummer 124! Die 100 für Staffel. Aber dann 24. Wir sind 22. Da fehlen zwei, nicht nur nach Adam Riese. Alles sehr merkwürdig. Gut, wir hätten hier und da sicher noch mehr etwas Zeit rausholen können, Malte hätte eine stromlinienförmigere Badehose anziehen können, ich hätte mich nicht unbedingt für eine Zigarette während der zweiten Runde an der landschaftlich schönsten Stelle der Mountainbikestrecke auf eine Bank setzen müssen für einen Moment der Muse abseits der Wettkampfhektik und Stefan hätte auch bergaufwärtslaufen üben können.