Dicke Hose…

War doch eigentlich ein schöner Abend gestern, unterm Congosegel. So langsam gewöhne ich mich auch an das Protestkölsch (seit Rauchverbot herrscht, trinke ich nur noch Kölsch, so!). Themen: Der Ellermann-Prozess um die aufklapp- und abwaschbare Frischfikadelle, das singende Navi, die Seeling-Problematik und nicht zuletzt der bergische Cross Triathlon, an dem wir drei teilnehmen. Wen interessiert denn noch Peking? Wie wird Malte seine 700 (in Worten: Siebenhundert!) Meter Schwimstrecke taktisch angehen anlegen? Wird er nicht atmen? Macht er toter Mann und hofft auf die Ausgleichsströmung? Werden die Kampfrichter jene 200 Meter, die er früher irgendwann geschwommen ist, anrechnen, so dass er nur noch 500 schwimmen muss?

Schön war auch die Unterbrechung durch einen jungen Mann, O-Ton:

„Darf ich Euch mal eine Frage stellen?“

„Ja, eine ist ok.“

„Was haben wir denn für einen Tag?“

„Freitag.“

„Oh, da bin ich aber froh, ich komm nämlich gerade aus Hamburg und bin Germanistikstudent.“

Da war natürlich die Verwirrung, warum ein gepflegter und nüchtern wirkender Jüngling nicht weiß, was für ein Tag ist, aufgeklärt, Jetlag und Grundstudium, da kann man schonmal mit den Tagen durcheinander geraten. Wochentage stehen ja bekanntlich erst im Hauptstudium im Curriculum im Lehrplan und der anstehende NRW-Tag zum Beispiel dauert sowieso 72 Stunden. Da empfindet ein sensibler, weitgereister angehender Akademiker natürlich plötzlich eine ähnlich schlimme Datumskonfusion wie sie die Menschheit zuletzt vielleicht nur in der Zeit der Inter gravissimas durchleben musste.

Dass Stefan und ich dann noch ins Katzenklo gedackelt gewankt gegangen sind, war allerdings eine Schnapsidee. Ich war, geschätzt, vor sieben (7) Jahren zum letzten Mal dort, wenn man diverse Luisenfest-Pinkelbesuche nicht mitzählt. In meinem Leben bin ich, geschätzt, vier mal aus einer Kneipe geflogen. Und jedes Mal aussem Katzengold. Irgendwie heizt dieser Laden meine dunkle Seite an, statt dem netten iSi Jekyll tritt iSi Hyde durch die Tür. Oder jahrelange Erfahrung als misanthropischer Blockwart ist Einstellungsvoraussetzung bei den Tresenkräften, auch möglich. Muss ich mal googeln, dann gibt´s doch bestimmt ´n Forum von Betroffenen und Angehörigen. Oder ich mach eins auf, ha! Nun, heuer macht das Katzengold mit seinem Großraum-Raucherbereich auf ganz dicke Hose (Wortspiel für Insider des gestrigen Abends, haha). Sieht aber immer noch aus wie eine Bahnhofswartehalle, die es mit dem Flair eines aufgewärmten Schwartemagens locker aufnehmen kann, oder mein ich Panhas?

Nein, ich schreibe jetzt nicht, was noch passiert ist, ich erinnere mich auch an gar nichts mehr, ich schwör.

Tschüss, euer iSi Jekyll

2 Responses to Dicke Hose…

  1. tom sagt:

    schön und gut mit dicke eier, – watt is denn jetzt mit NORDPOLKEGELN? (ecke markomannen)

  2. Lotushupe sagt:

    Kegeln gut und schön. Der 20. steht wie ne 1! Aber was hat der Wirt vom Nordpol wohl für einen Migrationshintergrund??? Inuit?

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