Ballsacks Lederkoffer und das chinesische Schneiderlein

April 19, 2008

Gestern haben wir uns zwecks Besprechung der Ölbergpredigt am Sonntagabend im Domhan getroffen. Die Setliste für die Ölbergpredigt war schnell gemacht, wie wir so gerne sagen. Danach gings eigentlich mehr um eine Art Urlaubsplanung, aus zwei Gründen: Zum einen haben wir beschlossen, uns für die Planung eines wahrscheinlich abendfüllenden Films zwei Tage während der EM in Amsterdam zusammenzusetzen. Das mag jetzt vielleicht dem Einen oder der Anderen komisch erscheinen. Und in der Tat: Wer fährt schon nach Holland, um sich das Viertelfinale anzusehen? Zum anderen werden wir ja am NRW-Tag den bergischen Triathlon bestreiten, der übrigens trotz gegenteiliger Meinung nicht aus Schmoken, Mosern, Saufen besteht. Malte als Starter übernimmt das 700-Meter-Schwimmen, muss aber vorher die Wende noch üben, ich gebe über 23 Kilometer den bergischen Didi Thurau auf dem Drahtesel und Stefan läuft.

Der zeitlich wesentlich umfangreichere Teil der gestrigen Sitzung wurde allerdings der Deutschklausurvorbereitung von Stefans Erstgeborenem gewidmet. Nach allen Regeln der Kunst haben wir dem Jungen mal gezeigt, wie man sich auf eine Deutschklausur vorbereitet ohne das Buch (Balzac und die chinesische Schneiderin) gelesen zu haben. Ich kann hier nicht zuviel verraten, schließlich muss der Knabe die Klausur noch schreiben und vielleicht verirrt sich seine Lehrkörperin ja im Internet und findet diesen Webblog. Aber soviel sei verraten: das Wort Epiphanie spielt eine zentrale Rolle, dann ein atmender Koffer und Chico sowieso (also der frühe Chico, der Anfang der Neunziger immer „Kofferhoffer“ geguckt hat). Das Buch selbst wird nur am Rande erwähnt.

Später im Domhan gab´s dann ein Gläschen Hausmarke (ohne Seetang) und die Androhung, dass wir am Sonntag auch was singen.

Bis morgen!

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